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Die Stadtgründung von Villeneuve 1929

 
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Es ist wirklich die Geschichte einer neuen Stadt:

1872 wurde die Existenz von Villeneuve zwar durch den Maler Alfred Sisley mit 3 impressionistischen Bildern für die Nachwelt festgehalten, aber noch immer war es nur ein Gemeindeteil. Während der Revolution von 1789 wurden die Dörfer Villeneuve-la-Garenne und Grésillons an Gennevilliers angegliedert. Die Bevölkerungszahlen stiegen jedoch von 1856 bis 1896 von 987 auf 2422 Einwohner, so dass die Stimmen, die eine Trennung der Gemeinden forderten, immer lauter wurden. 1896 wurde eine Untersuchungskommission beauftragt, dieses Anliegen zu beurteilen. Deren Bericht schloss damit, dass es nötig wäre ein zweites Rathaus zu bauen und einen zweiten Friedhof anzulegen, weswegen die bisherigen Verhältnisse beibehalten werden sollten ("Mieux vaut le statu quo.")

Nach den Kommunalwahlen des Jahres 1908 schließen sich Villeneuve und Gressillons zusammen, weswegen die Stadtratsmitglieder von Gennevilliers-Zentrum zurücktreten wollen. Dieser Rücktritt wird vom Präfekten abgelehnt, aber der Prozess der Teilung kommt wieder in Gang. Ein wichtiger Schritt war 1913 die Spende der Schauspielerin mademoiselle Dupont du Chambon, die in Villeneuve wohnte und an die Gemeinde die beträchtliche Summe von 100.000 Francs und ein Gebäude stiftete, das als Rathaus dienen sollte. Bedingung war, dass aus dem Dorf eine eigene Gemeinde werden sollte. (Hinweis: Nach Mademoiselle Dupont du Chambon ist heute die Straße neben dem Park am Rathaus benannt.)

Die Auseinandersetzungen über die Verteilung des Gemeindevermögens zogen sich jedoch in die Länge. Einer der Streitpunkte war, welche Gemeinde das Gaswerk von Gennevilliers bekommen soll, das für erhebliche Steuereinnahmen sorgte. Der erste Weltkrieg 1914/18 unterbindet die weitere Entwicklung. 1923 steht der Teilung immer noch die Vermögensauseinandersetzung entgegen. 1926 stimmt der Conseil Général de la Seine jedoch gegen den Beschluss der Gemeinde Gennevilliers der Selbständigkeit zu. Es soll jedoch noch fast 3 Jahre dauern, bis per Gesetz vom 9. April 1929 (veröffentlicht per Aushang am 14. April 1929) Villeneuve-la-Garenne in den Stand einer eigenständigen Gemeinde erhoben wird, ausgestattet mit einem Rathaus, einem Schulzentrum (Mädchen- und Jungenschule und Kindergarten - maternelle), jedoch noch immer ohne Friedhof.

Am 5. Mai 1929 wird ein neuer Stadtrat gewählt. Aus seiner Mitte geht bei der Wahl am 17. Mai 1929 Homère Robert als erster Bürgermeister hervor.

Meilensteine in der Stadtgeschichte

© Deutsch-Französische Gesellschaft Hof e.V. - Hof, Februar 2009