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Schüleraustausch des Reinhart-Gymnasiums Hof mit dem Collège Madame de Staël, Carouge (Genf) (französischsprachige Schweiz)

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Programm in Hof:
  • 9.3.2016 Ankunft der Gäste am Hauptbahnhof
  • 10.3.2016 Begrüßung durch die Schulleitung, Unterrichtsbesuch, Stadtführung, Willkommensessen
  • 11.3.2016 Ausflug nach Nürnberg mit Besuch des Dokuzentrums und der Altstadt
  • Samstag, Sonntag: Tagesprogramm in den Gastfamilien
  • 14.3.2016 Unterrichtsbesuch, 11h30 Rathausempfang, Fahrt zum deutsch-deutschen Museum nach Mödlareuth
  • 15.3.2016 Abfahrt der Gäste vom Hauptbahnhof Hof

Willkommen in Hof! - Bienvenue à Genève

Im März dieses Jahres war es endlich wieder so weit - der Schüleraustausch mit dem Collège Madame de Staël stand vor der Tür und die Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 9, 10 und 11 freuten sich riesig auf ihn. Doch trotzdem hatten sie gemischte Gefühle. Fragen wie "Wie sieht mein Austauschpartner/meine Austauschpartnerin aus? Ist er/sie nett? Werden wir uns verstehen? Wie kommt er/sie mit Deutsch zurecht? Was erwartet ihn/sie hier in Hof? Wie werde ich es schaffen einigermaßen Französisch zu reden?" waren ihnen auf die Stirn geschrieben. Doch diese Sorgen verflogen sofort als 10 nett aussehende Genfer mit ihren Lehrern am Mittwochabend gut gelaunt aus dem Zug am Hofer Bahnhof stiegen und die Hofer freundlich auf Deutsch begrüßten.

Die nächsten paar Tage mit den Austauschpartnern vergingen viel zu schnell. Täglich gab es ein anderes, sehr abwechslungsreiches Programm, zum Beispiel eine Stadtführung durch Hof mit anschließender Einkehr beim "TREFFPUNKT", einen Ausflug nach Nürnberg mit Besuch des Dokumentationszentrums und der Altstadt, einen Empfang durch den Oberbürgermeister im Hofer Rathaus, den Besuch des deutsch-deutschen Museums in Mödlareuth und auch ein bisschen Unterricht! Am Donnerstag, dem ersten ganzen Tag der Genfer in Hof, wurden sie erst mal herzlich von unserem Schulleiter, Herrn Wagner, in der Schülerbibliothek begrüßt und zu einem kleinen Snack eingeladen. Danach ging es gleich für alle Austauschschüler in den Unterricht. Am Nachmittag gab es wieder entspannteres Programm, da eine Stadtführung organisiert wurde. Leider war es ziemlich kalt, was ein bisschen unangenehm war.

Gruppenbild im Rathaus
Hofer Schüler und Frau Wild mit Austauschpartnern und Genfer Lehrerin im Hofer Rathaus

Das Wochenende stand den Gastfamilien zur freien Verfügung. Einige Familien besuchten mit ihren Partnern beliebte Touristenziele in Hof, beispielsweise den Theresienstein und zeigten ihnen die Hofer Kultur, unter anderem mit einem Besuch beim berühmten Hofer "Wärschtlamo", andere wiederrum fuhren mit ihren Austauschpartnern in eine größere Stadt. Aber leider dauerte die schöne Zeit nicht ewig an, da schon am Dienstag früh die Genfer, mit denen die Hofer mittlerweile gut befreundet waren, sie vorerst verlassen mussten. Am Hofer Bahnhof gab es dann erst mal "das große Knuddeln", wobei auch einige Tränen flossen.


Doch das war ja zum Glück kein Abschied für immer. Denn schon zwei Wochen später ging es für die Hofer in das schöne Genf! Dienstag früh begann die fast 12-stündige Reise am Hofer Bahnhof. Jedoch lief nicht alles so wie geplant. Ein Zug hatte Verspätung, weshalb die Gruppe nicht den ursprünglich geplanten Zug mit den Reservierungen nehmen konnte. Dann gab es im nächsten Zug einen Polizeieinsatz, wodurch dieser verspätet war und dadurch die nächste Umsteigezeit schrumpfte. Doch die Oberfranken erreichten Genf gut gelaunt, zwar ein bisschen müde und verspätet aber halbwegs fit. Als sie aus dem Zug mit ihrem Gepäck stiegen kam ihnen eine Gruppe strahlender Genfer mit einem großen Plakat, auf dem "Bienvenue!" stand, entgegen. Alle Hofer wurden herzlich begrüßt und den Gastfamilien vorgestellt. Da es durch die Zugverspätungen schon sehr spät war, konnte an diesem Abend nicht mehr viel unternommen werden.

Auch die Tage in Genf waren mit buntem Programm liebevoll gestaltet. Es standen eine Stadtführung durch Genf, der Besuch des Museums des Roten Kreuzes, der UNO, des Olympische Museums in Lausanne mit Stadtführung, des CERN und 4 Stunden Unterricht mit den Genfern auf dem Programm. Auch hier stand das Wochenende wieder den Gastfamilien frei zur Verfügung. Die Genfer Schüler hatten sich jedoch etwas Besonderes für die Hofer Klasse ausgedacht: Sie zeigten ihnen bekannte Orte in Genf und außerhalb. Beispielsweise gab es einen Rundgang durch den wunderschönen botanischen Garten mit anschließendem Besuch des Palmengartens. Die Genfer entführten unsere "Reinharter" in die Berge nach Frankreich, wo man einen atemberaubenden Blick über den ganzen Genfer See und die Region ringsherum hatte. Man kam sich vor wie in einer anderen Welt. Man war einfach weg vom normalen Schulalltag und dem Stadtleben. Hier war es einfach nur zauberhaft schön.

(Bild 2 -Blick auf den Genfer See)

Zudem hat auch das Wetter sehr gut mitgespielt - es war herrlich schön, die Sonne hat geschienen und einige haben sich daher sogar einen kleinen Sonnenbrand bei einem tollen Picknick in den Bergen geholt. Die Austauschpartner gingen mit den Deutschen auch in ein Museum mit moderner Kunst, das einerseits interessant, andererseits auch gruselig war. Außerdem haben sie eine Bootsfahrt über den Genfersee gemacht, was natürlich wunderschön war. Aber es wurden nicht nur beliebte Touristenziele abgeklappert, sondern alle Teilnehmer des Austauschs haben auch einfach mal in einem Park gesessen und sich unterhalten und Picknick gemacht.

Auch in Genf wurden die deutschen Schüler mit Frau Wild in ein Restaurant eingeladen. Es hatte sogar einen deutschen Namen: "Edelweiss". Hier gab es das typisch schweizerische Gericht: Käsefondue. Es hat köstlich geschmeckt. Währenddessen wurde alpenländische Musik gespielt und man hat sich gefühlt als wäre man auf der Alm und gleich kommt Heidi zur Tür hereinspaziert.

Doch mit diesem Essen wurde der letzte Tag der Hofer in Genf abgeschlossen. Denn schon am nächsten Tag um 8:15 Uhr fuhr der Zug nach Hof zurück. Es war ein wunderschönes Erlebnis und eine tolle Zeit, sowohl in Hof, als auch in Genf. Es ist wirklich empfehlenswert und ich hoffe, dass Euch meine Erinnerungen dazu angeregt haben, auch am Schüleraustausch mit Genf teilzunehmen. Es lohnt sich wirklich und man verpasst auf jeden Fall etwas, wenn man nicht mitmacht!

(Bild 3 - Hofer Schüler vor dem Genfer See)

Text: Theresa Reiß, 9a
Bild: Melanie Wild


© Deutsch-Französische Gesellschaft Hof e.V. - Hof, 12.10.2016