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15.04.2010

Lesung George Sand

 
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Klostercafé: Isabelle Lesort präsentiert George SAND "Der Teufelsteich - La Mare au Diable" auf Französisch und Deutsch.

Avec des sablées et des langues de chat les auditeurs pouvaient goûter des recettes français. George Sand aimait faire la cuisine aux invités...

So wie George Sand es liebte, Gäste zu bewirten, so wurden die Gäste der Lesung mit selbstgebackenen "Sablées" und "langues de chat" (Katzenzungen) willkommen geheißen. George Sand hat der Nachwelt nicht nur ihre Literatur hinterlassen, sondern auch Koch- und Backrezepte.

Kaum eine Schriftstellerin hat im 19. Jahrhundert zugleich soviel Lob und Kritik geerntet wie George Sand (1804 - 1876). Sie hat in dem vorliegenden "ländlichen" Roman, in dem sie einfache Menschen in schicksalhaften Begebenheiten zeigt, das Sujet gefunden, in dem sich ihr erzählerisches Talent ganz entfalten konnte.

Daneben lernten wir Nohant ein wenig kennen, wo die Schriftstellerin ihre Jugend verbrachte.


Die Lesung wurde vorbereitet von Isabelle Lessort (français) und Herbert Pachsteffl (deutsch)


Der Teufelsweiher

Der Roman ist die rührende Geschichte der zweiten Ehe von Germain:

Germain ist untröstlich über den Tod seiner Frau, die ihn mit 3 Kindern alleine zurückgelassen hat.
Sein Schwiegervater nimmt ihn in die Pflicht, nicht mehr zu trauern und wieder zu heiraten. Germain akzeptiert den Vorschlag zum Wohl seiner Kinder.
Eine Witwe in der weiteren Nachbarschaft will ebenso wieder heiraten. Germain macht sich auf zu einem Besuch, begleitet von Marie, einem jungen Mädchen aus der Gegend, die ihm anvertraut wurde. Sie soll eine Stellung auf einem Bauernhof nahe der Wohnung der Witwe antreten.

Einer der Söhne von Germain reist auch mit, als blinder Passagier. Ein Gewitter zwingt sie, den Weg zu verlassen um Schutz in einem Wald zu suchen. Sie übernachten bei einem Teich. Es ist ein verwunschener Ort, der sie unwiderstehlich einander näher bringt. Marie gesteht, dass sie Männer vorzieht, die älter sind als sie selbst.
Am Morgen setzt man den Weg fort, und der Zauber der Nacht verweht. Am Ziel ihrer Reise müssen beide, Germain und Marie einer grausamen Enttäuschung ins Auge sehen.
Germain ist nicht der einzige Werber um die Witwe, die die Kokette spielt. Er ist zwar derjenige, den sie bevorzugt, aber er will nicht an einem für ihn demütigenden Wettbewerb teil nehmen.

Er geht davon, um seinen Sohn zu suchen, den er Marie anvertraut hat. Aber das junge Mädchen und das Kind sind vom Bauernhof geflohen, wo der Besitzer versucht hat, sich an Marie zu vergehen. Germain findet sie im Wald. Jeder kehrt zu sich nach hause zurück. Germain braucht etliche Zeit um sich einzugestehen, dass er Marie liebt und bis er um ihre Hand anhält.



© Deutsch-Französische Gesellschaft Hof e.V.
Hof, 18.04.2010