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Delegation officielle à Hof
französische Delegation in Hof

 
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Ausgabe 26.09.2005

25 JAHRE PARTNERSCHAFT MIT VILLENEUVE-LA-GARENNE

„Längst wahre Freundschaft“

Als Zeichen der Freundschaft übergab OB Döhla seinem französischen Amtskollegen Alain-Bernard Boulanger eine Grafik von Klaus Schröter. Das Gegengeschenk, ein Kupferstich, trifft mit einer französischen Gästegruppe nächste Woche per Bus ein


Es gab Rosen für die Damen, viele Küsschen und französische Begeisterung. In solch herzlicher Atmosphäre wurde am Samstag das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Hof und Villeneuve-la-Garenne gefeiert. Aus Villeneuve waren dazu Bürgermeister Alain-Bernard Boulanger und eine Abordnung von Stadträten nach Hof gereist.

HOF – Mit einer „Silberhochzeit“ verglich Oberbürgermeister Dieter Döhla den Anlass. Und so waren zum Festakt im Theresienstein viele gekommen, die dem „Jubelpaar“ in den vergangenen 25 Jahren verbunden waren: Alt-OB Dr. Hans Heun, der zusammen mit seinem damaligen Amtskollegen Roger Prévot die Bekanntschaft und „Verlobung“ eingefädelt hatte, Stadträte und Vertreter von Vereinen, die schon lange zur „Familie“ gehören, junge Leute, der „Nachwuchs“ des Jubelpaares, und die Deutsch-Französische Gesellschaft, die die „Familienbande“ pflegt und fördert.

Partnerschaft alleine reiche nicht mehr zur Beschreibung des Verhältnisses von Hof zu Villeneuve-la-Garenne, sagte Döhla in seiner Ansprache, die von Marie-Christine Heym übersetzt wurde. „Längst ist daraus eine wirkliche Freundschaft geworden.“

Prévot und Heun hätten aus Leidenschaft und Überzeugung die Städtepartnerschaft als praktisches Instrument der Aussöhnung unter den Menschen ins Leben gerufen, so Döhla im Rückblick. 25 Jahre später sei das Zusammenwachsen in Europa keine Vision mehr, sondern eine Tatsache. „Ich bin überzeugt, dass die kommunalen Partnerschaften einen Beitrag zur EU und zur Bildung eines europäischen Bewusstseins geleistet haben“, erklärte der OB. „Parallel zur großen Politik haben sie dafür gesorgt, dass sich die Menschen begegnen.“

Leider sei Europa noch nicht allen Menschen zur Heimat geworden. Den Städtepartnerschaften komme hier eine weitere Bedeutung zu. „Wir können den Prozess des Zusammenwachsens forcieren, indem wir kulturelle, wirtschaftliche und soziale Unterschiede als Bereicherung darstellen. Wir dürfen nicht Angst machen vor Fremden, sondern neugierig machen auf sie. So kann aus dem Nebeneinander ein Miteinander werden – eine europäische Identität und letztlich eine Heimat.“

Auch Döhlas französischer Amtskollege Alain-Bernard Boulanger sah in Bezug auf Europa ein erweitertes Aufgabenspektrum für Hof und Villeneuve-la-Garenne. „Wir müssen am gegenseitigen Austausch arbeiten, damit wir morgen Mitglieder einer gemeinsamen Gesellschaft werden“, erklärte er. Das bedeute nicht, dass kulturelle Eigenheiten aufgegeben werden müssten. Im Gegenteil – sie sollten bewahrt werden, wie dies in Europa Tradition habe. „Jetzt ist der Moment gekommen, der Partnerschaft neuen Schwung zu verleihen, im Austausch mit Menschen, die nur darauf warten, sich kennen zu lernen“, meinte er.

Boulanger, seine Frau Catherine und die Stadträte von Villeneuve-la-Garenne Christiane Jacquet, Corinne Geist, Carine Bansede, Florentin Manjakavelo, Jean-Michel Boucher und Pierre Loré, trugen sich anschließend ins goldene Buch der Stadt ein. Persönliche Gespräche bei einem Imbiss beendeten den Festakt, da die Gäste für ihren dreitägigen Aufenthalt ein dicht gedrängtes Programm vor sich hatten – unter anderem einen Besuch in Hofs tschechischer Partnerstadt Eger.

Bereits in der kommenden Woche werden 100 weitere Bürger aus Villeneuve-la-Garenne nach Hof fahren. Wie Oberbürgermeister Döhla sagte: „Ich bin sicher, dass unsere Ehe auch in den kommenden 25 Jahren harmonisch weiter besteht.“

BEATE FRANCK · FOTOS: -fra

Ins goldene Buch der Stadt trugen sich die Mitglieder der französischen Delegation ein. Hier im Bild Carine Bansede, die 1981 am Schüleraustausch mit dem Schiller-Gymnasium teilnahm und nun als Stadträtin wiederkehrte. Ihre alte Schule hat sie gleich wieder erkannt, der Eindruck ist positiv: „Hof ist eine sehr schöne Stadt“

 


© Deutsch-Französische Gesellschaft Hof e.V.
Hof, Oktober 2005